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Schlickerguss-Keramikprozess

Schlickerguss ist eine beliebte und vielseitige Technik im Keramikbereich, die die Herstellung komplizierter und fein detaillierter Keramikobjekte ermöglicht. Bei diesem Verfahren entsteht eine flüssige Tonmischung, eine sogenannte Schlämme, die in eine Gipsform gegossen wird. Wenn sich die Aufschlämmung verfestigt, bildet sie die gewünschte Form des Objekts. Das Schlickergussverfahren wird häufig bei der Herstellung sowohl künstlerischer als auch funktionaler Keramikstücke eingesetzt.

 

Vorbereitung der Gülle

Der erste Schritt beim Schlickerguss ist die Formulierung der Schlicker selbst. Bei der Herstellung von Schlamm wird Wasser mit fein gemahlenen Tonpartikeln vermischt, um eine flüssige Mischung mit cremiger Konsistenz zu erhalten. Die Qualität der Schlämme ist von entscheidender Bedeutung, da sie sich direkt auf die Textur, Farbe und Haltbarkeit des Endprodukts auswirkt. Der Aufschlämmung werden häufig verschiedene Zusatzstoffe wie Entflockungsmittel zugesetzt, um die Fließfähigkeit zu verbessern und das Risiko von Rissen beim Trocknen zu verringern.

 

Herstellung einer Gipsform

Sobald die Aufschlämmung vorbereitet ist, besteht der nächste Schritt in der Herstellung einer Gipsform. Gipsformen sind porös und saugfähig, sodass der Masse beim Aushärten Wasser entzogen werden kann, was die Bildung des Keramikobjekts erleichtert. Die Form wird sorgfältig gefertigt, um die beabsichtigte Form des endgültigen Stücks widerzuspiegeln, und besteht normalerweise aus mehreren Teilen, die zur einfacheren Verwendung zusammen- und auseinandergebaut werden können.

 

Gülle in die Form gießen

Der Gießvorgang beginnt mit dem Einfüllen der Masse in die Form. Die Form wird gedreht oder gewirbelt, um eine gleichmäßige Beschichtung ihrer Innenflächen zu gewährleisten und eine Schicht aus verfestigtem Ton zu bilden, die als Guss bezeichnet wird. Die Länge des Gießvorgangs kann die Dicke dieses Gusses steuern. Nach einer bestimmten Zeitspanne wird die überschüssige Aufschlämmung ausgegossen, sodass in der Form ein Hohlkörper mit der gewünschten Form zurückbleibt.

 

Umformprozess

Während die Masse weiter aushärtet, nimmt die Gipsform Wasser aus dem Ton auf, wodurch dieser sich weiter verfestigt. Der im Inneren der Form verbleibende Schlamm kann für nachfolgende Gussvorgänge wiederverwendet werden, was die Nachhaltigkeit des Produktionsprozesses fördert. Sobald der Abguss die gewünschte Dicke und Konsistenz erreicht hat, wird die Form geöffnet und das neu geformte Keramikobjekt vorsichtig entnommen.

 

Entformen und Trocknen

Nach dem Entformen wird das Keramikobjekt einem Trocknungsprozess unterzogen, um die verbleibende Feuchtigkeit zu entfernen. Dies ist ein entscheidender Schritt, da eine unsachgemäße Trocknung zu Verformungen oder Rissen führen kann. Sobald das Objekt vollständig getrocknet ist, wird es in einem Ofen gebrannt, um seine endgültige Härte und Haltbarkeit zu erreichen. Auch dieser Brennvorgang verleiht der Keramik durch das Zusammenspiel von Glasuren und Oxiden die gewünschte Farbe.

 

Alles in allem ermöglicht Schlickerguss die effiziente Herstellung detaillierter und komplexer Keramikformen, die mit anderen Methoden möglicherweise nur schwer oder gar nicht herzustellen sind. Die Vielseitigkeit und Wiederholbarkeit dieser Technik machen sie zu einem Eckpfeiler der zeitgenössischen Keramikproduktion und ermöglichen es Künstlern und Herstellern gleichermaßen, ihre Visionen in einer Vielzahl von Anwendungen zum Leben zu erwecken.